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Emmentaler: Vermarktungsrisiko nicht auf Produktion abschieben!
 
23.09.2011 :: Anzahl Views: 501

Die Preise für Emmentaler AOC sind auf einem katastrophal tiefen Niveau. Für die März-Produktion mussten die Emmentaler-Käsereien nun sogar Rückzahlungsforderungen schlucken. Eine Situation, die nicht haltbar ist und viele Käsereien und deren Produzenten in existenzielle Schwierigkeiten bringt. Die PO LOBAG fordert die Emmi und weitere Käsehändler auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und das Vermarktungsrisiko mitzutragen statt auf die Produktionsstufe abzuschieben.

Im Juni wurde der März-Emmentaler zu einem Anzahlungspreis von rund Fr. 6.– pro kg Käse übernommen. Den Käsereien wurde je nach Geschäftsgang eine Nachzahlung respektive eine Rückforderung in Aussicht gestellt. Die nun erfolgte Endabrechnung mit Fr. 5.20 – 5.30 ist mehr als ernüchternd! Die Rückzahlungsforderungen reissen bei den Käsereien ein grosses Loch in die Kasse, da sie die monatlichen Milchgelder für ihre Produzenten auf Grund des Anzahlungspreises kalkuliert haben. Dies trifft nicht nur auf die Märzproduktion zu, sondern auch für die der Folgemonate.
Die PO LOBAG fordert die Abnehmer auf, den Emmentaler-Käsereien einen marktkonformen Fixpreis zu bezahlen. Die PO LOBAG erwartet, dass der Handel gegenüber dem Absatzmarkt ebenfalls ein gewisses Vermarktungsrisiko mitträgt, statt es auf die Produktionsstufe abzuschieben.
Der PO LOBAG ist bewusst, dass diese Forderung die Absatzprobleme auf dem Emmentalermarkt nicht löst. Dazu braucht es insbesondere eine Mengenkorrektur. Ein fixer Verkaufspreis gibt den Käsereien und deren Produzenten jedoch die Sicherheit, verlässlich kalkulieren zu können.

 
 
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