Der Milchpool der LOBAG Milch AG wurde per 1. Januar 2007 im Vorfeld der Aufhebung der staatlichen Milchkontingentierung gegründet. Es bestanden insbesondere Unsicherheiten bezüglich Absatzssicherheit und Verhandlungskraft, da den doch relativ wenigen Milchverarbeitern eine grosse Zahl von Milchproduzenten gegenüber steht.
Die Ziele des Milchpools:
- Den Milchproduzenten in jeder Marktlage grösstmögliche Absatzsicherheit bieten - dies auch wenn kurzfristig ein Milchverarbeiter keine Milch mehr übernehmen kann;
- Die Milchverarbeiter bedarfsgerecht mit Milch versorgen;
- Bündelung der Verhandlungskraft;
- Transportkosten durch Optimierungen reduzieren;
- Den Milchproduzenten einen wettbwerbsfähigen Milchpreis auszahlen.
Der Start mit zirka 800 Milchproduzenten und 64 Mio. kg Milch aus dem ehemaligen Nestlé-Gebiet per 1. Mai 2007 gelang sehr gut. Bereits ein Jahr später kamen weitere 1'500 Milchproduzenten mit einer Menge von über 100 Mio kg Basismenge dazu. Die aktuellen Werte können Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen.
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Milchjahr 07/08 |
aktueller Stand |
| Industrielieferanten |
| Anzahl Milchproduzenten |
820 |
~2'800 |
| Milchmenge im Pool |
65 Mio. kg |
195 Mio. kg |
| Tunnellösung |
| Anzahl Käsereien |
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74 |
| Organisierte Milchmenge |
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>110 Mio. kg |
Die Funktionsweise ist relativ einfach: Der Milchpool kauft die Milch ab Hof oder Sammelstelle der Milchproduzenten, transportiert und verkauft sie bestmöglich an die Rampe der Milchverarbeiter. Die wichtigsten Kunden von LOBAG Milch AG sind Cremo SA, Villars-sur-Glâne, Nestlé Suisse SA, Konolfingen, Emmi Schweiz AG, Luzern.
Weiter gehören über 70 Käsereien zum Kundenkreis des Milchpools der LOBAG Milch AG. Milch, welche von der Käserei nicht verarbeitet werden kann, wird gebündelt in den Industriekanal geleitet. Die Käsereien profitieren von der Dienstleistung des Milchverkaufs an die Industrie. Ebenso werden die Transporte optimiert, sowie den Käsereibetrieben die Absatzsicherheit in jeder Marktlage gewährt. Gleichzeitig kann verhindert werden, dass weitere 600 Anbieter von Industriemilch an der liberalisierten Verkaufsfront anbieten und somit einander gegenseitig die Preise unter Druck bringen.