Gemäss einer Mitteilung des Amts für Wasser und Abfall, Kanton Bern hat es in den bernischen Gewässern, welche für die landwirtschaftliche Bewässerung genutzt werden, noch genügend Wasser. Es gibt aber erste "Verknappungsanzeichen".
Der Kanton Bern verfügt über ein Konzept zur Sicherung der Mindestwassermengen. Gewässer, welche für die landwirtschaftliche Bewässerung von Bedeutung sind, sind entsprechend mit Pegeln ausgestattet.
Auf Grund der regelmässigen Kontrollen wird nun ab dem 18. Juli 2010 die Wasserentnahme aus dem Flüsschen Bibere verboten. Glücklicherweise sind bei den übrigen Bächen und Flüssen noch keine Massnahmen nötig.
Der zurzeit relativ trockene und heisse Sommer zeigt einmal mehr, welche Bedeutung der Bewässerung in der Landwirtschaft zukommt. Speziell im Acker- und Gemüsebau sind die Pflanzen auf regelmässige Wasserzufuhr angewiesen. In exponierten Lagen (z.B. Seeland) ist die Bewässerung oft die einzige Möglichkeit, um grössere Ernteausfälle zu vermeiden.
Die LOBAG ist froh darüber, dass in der kürzlich überarbeiteten Berner Wasserstrategie die landwirtschaftliche Bewässerung als wichtiges Instrument für die Zukunft anerkannt wird. Der Faktor Wasser bekommt auch in der Schweiz eine immer wichtigere Bedeutung für die Versorgungssicherheit.